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Endometriose - Entstehung, Diagnostik, Behandlungsmöglichkeiten und Probleme in Klinik und Praxis Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2011; 8 (3): 180-194 Volltext (PDF) Summary Praxisrelevanz Abbildungen Diese Übersicht von operativer Therapie und medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten gibt Handlungsempfehlungen, die sich an wissenschaftlicher Literatur und den deutschen und europäischen (ESHRE) Leitlinien orientieren. Einerseits ist operative Exzellenz erforderlich, um die oft schwierigen Eingriffe bei Endometriose endoskopisch suffizient durchzuführen und um die Grenzen der operativen Optionen zu erkennen. Selbst geschulte und erfahrene Operateure erzielen endoskopisch nur Teilerfolge und die Rezidivproblematik erfordert eine geeignete Medikation u. U. über lange Zeiträume. Deshalb sind exakte Kenntnisse über die unterschiedlichen Wirkungsmechanismen und Nebenwirkungen der zur Verfügung stehenden Medikamente nötig, um diese gezielt oder auch in Kombination einzusetzen. Während in der Schmerzbehandlung nichtsteroidale Entzündungshemmer, orale Kontrazeptiva und viele Gestagene sich empirisch bewährt haben, sind GnRH-Agonisten mit „Add-back“-Medikation zur Regression der aktiven Endometriose aktueller Standard und neue Gestagene in geeigneter Dosierung kontinuierlich gegeben eine gleichwertige, preiswertere Option mit anderem Nebenwirkungsspektrum. Grundsätzlich muss die Patientin immer umfassend aufgeklärt und in den Entscheidungsprozess über die geeignete Therapie mit einbezogen werden. Nur standardisiertes Anwenden von Leitlinien wird dem ärztlichen Handeln nicht gerecht. Da sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein dichter werdendes Netz von zertifizierten Endometriosezentren bildet [83], sollte man sich nicht scheuen, in besonders schwierigen Fällen erfahrene Kollegen zu konsultieren oder nötigenfalls die Frauen an spezialisierte Zentren zu überweisen, wo Kolleginnen und Kollegen versuchen, eine passende und möglichst effektive Behandlungsstrategie zu entwickeln. |
