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Praxisrelevanz
Wiest G
Der so genannte zervikogene Schwindel aus neurologischer Sicht

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2016; 17 (1): 7-12

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Die derzeitige Datenlage bestätigt zwar einen physiologischen Einfluss von Nackenafferenzen und -reflexen auf das vestibuläre System und damit auf die Balancefunktion im weitesten Sinn, sie gewährleistet jedoch kein pathophysiologisches Konzept für die Genese bzw. die Existenz eines „zervikogenen Schwindels“ als klinisch abgrenzbare Entität. Für die klinische Praxis empfiehlt sich, auch seltene, jedoch etablierte posttraumatische und nichttraumatische Schwindelursachen auszuschließen, bevor die nicht objektivierbare „Hilfsdiagnose“ eines zervikogenen Schwindels gestellt wird. Die eigene klinische Erfahrung zeigt, dass bei ausführlicher Diagnostik selten auf derartige Hilfsdiagnosen zurückgegriffen werden muss.
 
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