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Praxisrelevanz
Hauke G
Verhaltenstherapeutische Angstbehandlung durch Strategische Kurzzeittherapie (SKT)

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2008; 9 (4): 35-45

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Die Strategische Kurzzeittherapie (SKT) bietet Praktikern eine stringente Methodik, um gemeinsam mit ihren Patienten zielgenau und treffsicher den Weg zur Gesundung zu gestalten. Je nach Individualität des Patienten können in unterschiedlichem Ausmaß die drei Säulen der Therapie dosiert werden: (1) Symptomtherapie, (2) Fertigkeitentraining und (3) Persönlichkeitsentwicklung. Da auch in der therapeutischen Beziehung die Überlebensregeln der Beteiligten aktiviert sind, wird die Beziehung zwischen Patienten und ihren Therapeuten genutzt, um die Arbeitsweise dieser kognitiv-affektiven Schemata sozusagen in vivo, z. B. anlässlich von auftauchenden Hindernissen im Prozess, zu studieren. SKT ist eine aktivierende Form der Verhaltenstherapie, bei der sich Patienten und Therapeuten nicht nur im Sessel gegenübersitzen. Sie ist belebend und erfrischend. Darüber hinaus erhalten Patienten viel Verantwortung, Hilfe zur Selbsthilfe und selbstverständlich Mitspracherecht, um für sie gangbare Lösungswege zu entwickeln. Auch Praktiker, die nicht primär der Verhaltenstherapie zuzurechnen sind, finden sich in der Regel sehr gut in der Denkweise von SKT zurecht. Die konsequente Verfolgung des Gedankens der impliziten Strategie des Symptoms führt zu einer Steigerung der Stringenz und der intuitiven Treffsicherheit praktizierter Psychotherapie.
 
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