| Karcher J et al. | ||||
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Linksventrikuläre Thromben nach akutem Myokardinfarkt Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2014; 21 (9-10): 254-258 Volltext (PDF) Summary Fragen zum Artikel Abbildungen Keywords: Antikoagulation, Linksventrikulärer Thrombus, Myokardinfarkt, Thrombozytenhemmer Während bei Patienten mit Myokardinfarkt (MI) ohne Reperfusionstherapie über eine Inzidenz linksventrikulärer (LV) Thromben von bis zu 35 % berichtet wird, treten diese nach der Primär-PCI in 5–20 % der Patienten auf. Über 90 % der LV-Thromben entstehen innerhalb der ersten 2 Wochen nach MI. Vergleichsuntersuchungen zwischen kardialer Kernspintomographie (MRT) und Echokardiographie zeigen, dass das MRT die sensitivere Methode in der Detektion von linksventrikulären Thromben ist und dass daher in der klinischen Routine ein Teil der linksventrikulären Thromben nicht erkannt wird. Bei nachgewiesenem LV-Thrombus empfehlen die ESC-Leitlinien eine Antikoagulation mit einem Vitamin-K-Antagonisten über 3–6 Monate. Das bedeutet für die betroffenen Patienten nach primärer PCI eine Triple-Therapie, einschließlich einer dualen Plättchenhemmung. Aktuelle Daten deuten daraufhin, dass das systemische Embolierisiko bei linksventrikulären Thromben relativ gering ist und bei < 2 % liegt. Unklar ist bislang, ob die geringe Embolierate das erhöhte Blutungsrisiko einer Triple-Therapie rechtfertigt, hier sind prospektive Studien notwendig. |
