| Tentschert S et al. | ||||||
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Dissektion der Arteria carotis als Ursache ischämischer zerebrovaskulärer Ereignisse - Fallberichte und Diskussion Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2003; 4 (1): 13-20 Volltext (PDF) Summary Abbildungen Keywords: Arteria carotis, Dissektion, Neurologie, zerebrale Ischämie Dissektionen der kraniozervikalen Gefäße, inbesondere der Arteria carotis, zählen zu den häufigsten Ursachen ischämischer zerebrovaskulärer Ereignisse bei jüngeren Patienten. Die ischämische Symptomatik wird durch eine Wühlblutung in die Gefäßwand verursacht, welche entweder zu einer Minderung des zerebralen Blutflusses und/oder zu einer lokalen Thrombosierung mit nachfolgender Embolisation führt. Karotisdissektionen können durch ein mechanisches Trauma hervorgerufen werden, sie entstehen aber auch spontan oder sind dann bei einem Teil der Patienten mit Bindegewebserkrankungen assoziiert. Zu den häufigsten Symptomen zählen Kopfschmerzen, zervikaler Schmerz und Horner-Syndrom. Die zerebrale Ischämie führt meist zu einer transienten ischämischen Attacke (TIA) oder zu einem ischämischen Infarkt im Stromgebiet der Arteria cerebri media der betroffenen Seite. Auch eine Amaurosis fugax kann auftreten. Trotz neuer technischer Möglichkeiten stellen Dissektionen der hirnversorgenden Gefäße nach wie vor eine diagnostische Herausforderung dar. Die digitale Subtraktionsangiographie gilt derzeit noch als Goldstandard zur Diagnostik, wird aber in vielen Fällen zunehmend durch neue nichtinvasive bildgebende Verfahren ersetzt oder ergänzt. Stenose oder Verschluß des betroffenen Gefäßes bilden sich in den meisten Fällen innerhalb von zwei Monaten nach dem Ereignis zurück. Therapeutische Maßnahmen haben vor allem die Verhinderung embolischer Komplikationen zum Ziel. Die gegenständliche Arbeit soll anhand von Fallbeispielen und einer Literaturübersicht klinisch relevante Aspekte und Probleme bei Diagnostik und Therapie der Dissektion der Arteria carotis aufzeigen. |
