| Unterhofer C et al. | ||||||
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Das akute Subduralhämatom bei geriatrischen Patienten: Wieviel Neurochirurgie brauchen wir? // The role of age in the treatment of traumatic brain injury Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2018; 19 (2): 53-58 Volltext (PDF) Summary Praxisrelevanz Abbildungen Keywords: akutes Subdural-Hämatom, geriatrischer Patient, Schädel-Hirn-Trauma, acute subdural hematoma, craniocerebral injury, geriatric patient Increasing life expectancy leads to aging of the population. It remains unclear, which factors influence neurosurgical decision-making when it comes to indications for e.g. evacuation of subdural hematomas in very old patients. Therefore, we aimed to investigate first, the importance of imaging criteria, patients’ wishes or their next of kin’wishes and patient demographics on therapeutic decisions made by neurosurgeons. Second, to explore personal preferences regarding lifeprolonging neurosurgical interventions among ambulatory, autonomous elderly people.
Kurzfassung: Man kann vom neurochirurgischen
Dilemma sprechen, wenn ein geriatrischer Patient mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma und einem akuten Subduralhämatom in den Schockraum kommt. Vor allem bei
Patienten, die sich in einem schlechten neurologischen Zustand befinden und zum Zeitpunkt der Therapieentscheidung nicht mehr bei Bewusstsein sind, kann das Erstellen eines
Behandlungsplanes aus vielerlei Gründen erschwert sein. Es werden bereits im Schockraum Fragen aufgeworfen, wie zum Beispiel, ob in Anbetracht des Alters überhaupt eine operative
Behandlung in Betracht gezogen wird. Sollte man sich zu einer Operation entscheiden, ist auch die Invasivität der Behandlung (große Entlastungskraniotomie vs. Versuch einer Entleerung
über eine kleinere osteoplastische Kraniotomie, Einsatz von multimodalem invasivem Monitoring) eine Einzelentscheidung. Des Weiteren stellt sich die Frage, ob patientenbezogene
Faktoren für Neurochirurgen eine Rolle spielen und inwiefern soziale Faktoren und Lebensumstände der Patienten in der Entscheidung zur weiteren Therapie miteinfließen. |
