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Schachner T  
Therapeutische Strategien bei Aortenklappenstenose mit Mitralklappeninsuffizienz // Therapeutic strategies in aortic valve stenosis with mitral regurgitation

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (7-8): 271-275

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Abb. 1: MI



Keywords: AortenklappenvitiumMIMitralklappeninsuffizienzTAVI

Aortic stenosis is the most frequently seen valvulopathy. It is frequently combined with mitral regurgitation (MR). Several factors have to be considered to plan an individual therapeutic strategy in the heart team. If the patient is a candidate for surgery, concomitant mitral valve repair or replacement can be performed in the presence of severe MR. In TAVI patients a postprocedural improve of MR can be expected in the majority of patients. Risk factors for persistence of MI after TAVI (e.g. mitral annular dilatation, aortic mean gradient < 40 mmHg, pulmonary hypertension, degenerative MR) have to be considered. The feasibility of transcatheter mitral valve interventions has to be checked in advance. Principally patients can undergo surgery or TAVI and subsequent control of the MR or TAVI and transcatheter mitral valve repair/ replacement.
Kurzfassung: Die Aortenklappenstenose ist das häufigste Klappenvitium und ist als Doppelklappenvitium oft mit einer Mitralinsuffizienz (MI) kombiniert. Bei operablen Patienten kann neben dem Aortenklappenersatz eine hochgradige MI chirurgisch behandelt werden. In erster Linie werden Rekonstruktionstechniken angewendet, ansonsten kommt es zum Doppelklappenersatz. Das perioperative Risiko wird allerdings durch den Doppelklappeneingriff erhöht. Degenerative Formen der höhergradigen Mitralinsuffizienz mit Prolaps oder „flail leaflet“ sollten chirurgisch oder bei hohem Risikoprofil interventionell therapiert werden, da sie das Langzeitrisiko für Sterblichkeit und Persistieren oder Verschlechterung der MI erhöhen. Bei „transcatheter aortic valve implantation“- (TAVI-) Patienten kann mehrheitlich mit einer Besserung der MI nach der Aortenklappenintervention gerechnet werden. Faktoren, die mit dem Persistieren oder Verschlechterung der MI assoziiert sind (z. B. Mitralring Dilatation, Mi tralringkalzifikation, präoperativer aortaler Mean- Gradient < 40 mmHg, pulmonale Hypertonie, degenerative MI), müssen für die Planung der Therapie im Heart-Team berücksichtigt werden. Ein weiterer Faktor für die therapeutische Entscheidungsfindung ist die Prüfung der prinzipiellen Machbarkeit einer kathetergestützten Mitralklappenintervention im konkreten Fall. Die Therapieentscheidung erfolgt individuell. Grundsätzliche therapeutische Möglichkeiten sind: 1.) die chirurgische Behandlung, 2.) TAVI und Verlaufskontrolle der MI und 3.) TAVI und kathetergestützte Mitralklappenintervention.
 
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