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Summary
Herta J et al.  
Stellenwert des intrakraniellen Monitorings in der prächirurgischen Evaluierung pharmakoresistenter Epilepsien // Value of intracranial monitoring in pre-surgical evaluation of pharmaco-resistant epilepsy

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2020; 21 (4): 157-164

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Abb. 1: Tiefenelektrodenimplantation Abb. 2: EEG Abb. 3: MRT - Schädel Abb. 4: MRT - Schädel



Keywords: invasives EEG-MonitoringSubduralelektrodentherapierefraktäre EpilepsieTiefenelektroden

Intracranial EEG monitoring improves the diagnostic accuracy in localizing the seizure onset zone in patients with pharmaco-resistant epilepsies. Resection of the seizure onset zone provides the best chances to achieve lasting seizure freedom. With subdural and depth electrodes, two fundamentally different implantation techniques are available. Due to lower invasiveness, lower complication rates and the possibility of reaching deep brain regions, there is currently a trend towards an increased use of depth electrodes. However, subdural electrodes can offer decisive advantages in selected cases due to their good surface coverage and the ability of wide-ranging cortical stimulation and mapping of potentially eloquent cortex. For the implantation of depth electrodes robotic systems have been increasingly used. These systems are cost-intensive but can save operative time and – in addition – guarantee higher accuracy in electrode placement. Through prototypic case presentations, this article provides an overview of the advantages and disadvantages of currently existing intracranial monitoring techniques and provides an outlook on future developments.
Kurzfassung: Invasive Ableitungen verbessern die diagnostische Genauigkeit in der Lokalisierung der Anfallsursprungszone bei pharmakoresistenter Epilepsie. Die Anfallsursprungszone entspricht dabei dem Hirnareal, welches reseziert werden sollte, um Anfallsfreiheit zu erzielen. Dabei stehen mit der Implantation von Subduralelektroden und/oder Tiefenelektroden zwei grundsätzlich verschiedene Techniken zur Verfügung. Während Subduralelektroden nur über Kraniotomien implantiert werden können, ist für Tiefenelektroden die Implantation über wenige Millimeter große Drillbohrlöcher möglich. Durch geringere Invasivität, niedrigere Komplikationsraten und der Möglichkeit, auch tiefer gelegene Hirnregionen zu erreichen, besteht aktuell ein Trend zur Verwendung von Tiefenelektroden. Dabei wird oft außer Acht gelassen, dass Subduralelektroden durch die gute Oberflächenabdeckung und die Möglichkeit der weitflächigen kortikalen Stimulation essenzieller Hirnareale bei speziellen Fragestellungen entscheidende Vorteile bieten können. Zur Implantation von Tiefenelektroden werden aktuell immer häufiger Robotersysteme eingesetzt. Diese sind zwar kostenintensiv, versprechen aber neben einer Zeitersparnis auch größere Genauigkeit bei der Positionierung der Elektroden. Der vorliegende Artikel soll mit Hilfe von prototypischen Fallbeispielen einen Überblick über die Vor- und Nachteile der bestehenden Techniken des intrakraniellen Monitorings bieten und einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen geben.
 
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