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Schuppe HC et al.  
Das neue WHO-Laborhandbuch zur Ejakulatdiagnostik: Ändern sich Befundinterpretation und Beratung der Patienten? // WHO laboratory manual for semen analysis.

Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2022; 19 (4): 194-199

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Abb. 1: Oligozoospermie



Keywords: ARTEjakulatanalyseInfertilitätReferenzwerteSpermienSpermiogrammWHO

s. The ejaculate reflects in a complex manner the physiological functions and respective disorders of the male reproductive system. Thus, standardized semen analysis is a cornerstone of andrological diagnostic procedures and informs about the clinical status of a male. The results obtained from semen analysis are widely used to estimate fecundability during the management of couple infertility. The revised reference values for basic semen parameters presented in the 6th edition of the WHO laboratory manual for the examination human semen do not allow for a dichotomous categorization of fertile versus infertile men. It is therefore recommended to apply „decision limits“ for interpretation of spermatological results in the context of clinical findings, in order to define prognosis and consider further diagnostic and therapeutic intervention.
Das Ejakulat stellt einen komplexen Spiegel verschiedener Funktionen des männlichen Reproduktionssystems und ihrer Störungen dar. Eine standardisierte Ejakulatuntersuchung ist deshalb unverzichtbarer Bestandteil der andrologischen Diagnostik und liefert essenzielle Informationen über den klinischen Status eines Mannes. In der Beratung von Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch werden die Ergebnisse der Ejakulatanalyse zur Abschätzung der Konzeptionswahrscheinlichkeit herangezogen. Die mit der 6. Auflage des WHO-Laborhandbuchs zur Untersuchung des menschlichen Ejakulates aktualisierten Referenzwerte für die Variablen des Basis-Spermiogramms erlauben jedoch keine dichotome Unterscheidung zwischen „fertil“ und „infertil“. Es wird deshalb eine Interpretation der spermatologischen Befunde im Sinne von „decision limits“ empfohlen, die in Zusammenschau mit den klinischen Befunden eine prognostische Einordnung und Festlegung weiterer diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen ermöglichen.
 
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