Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Grossmann G et al.  
Stellenwert des transmitralen Strömungsprofils zur Quantifizierung der Mitralklappeninsuffizienz

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2002; 9 (9): 380-385

Volltext (PDF)    Summary    Abbildungen   

Abb. 1: Strömungsprofil - Mitralklappeninsuffizienz Abb. 2: Strömungsprofil - Mitralklappeninsuffizienz Abb. 3: Strömungsprofil - Mitralklappeninsuffizienz



Keywords: EchokardiographieKardiologieMitralklappeninsuffizienztransmitrales Strömungsprofil

Echokardiographische Parameter sollten eine Mitralklappeninsuffizienz zuverlässig quantifizieren können und einfach zu bestimmen sein. In der vorliegenden Studie wurde untersucht, ob die Parameter des transmitralen Strömungsprofils diese Anforderungen erfüllen. Patienten und Methoden: Bei 41 Patienten (27 Männer) im Alter von 61 ± 12 Jahren mit Mitralklappeninsuffizienz wurde die maximale frühdiastolische und die mittlere Geschwindigkeit des transmitralen Strömungsprofils mit dem gepulsten Doppler gemessen. Daraus wurden nach Messung der maximalen und mittleren systolischen Strömungsgeschwindigkeit im linksventrikulären Ausflußtrakt und des Durchmessers des Mitralklappenrings weitere Parameter abgeleitet. Zusätzlich wurde im Farbdoppler der Radius der proximalen isokinetischen Schalen für eine Strömungsgeschwindigkeit von 28 cm/s bestimmt. Bei 34 der 41 Patienten wurde der angiographische Schweregrad der Mitralklappeninsuffizienz ermittelt. Ergebnisse: Die Rangkorrelationskoeffizienten zum Schweregrad der Mitralklappeninsuffizienz betrugen für die Parameter des transmitralen Strömungsprofils 0,39 bis 0,73 (p < 0,05 - p < 0,001), für den Radius der proximalen isokinetischen Schalen 0,87 (p < 0,001). Eine hochgradige Mitralklappeninsuffizienz wurde durch die Parameter des transmitralen Strömungsprofils mit einer Sensitivität/Spezifität von 47-79 %/71?100 % erkannt; die Berücksichtigung der Strömungsgeschwindigkeit im linksventrikulären Ausflußtrakt oder des Mitralklappenringdurchmessers ergab keine Vorteile. Die Sensitivität/Spezifität des Radius der proximalen, isokinetischen Schalen war 94 %/93 %. Die Parameter des transmitralen Strömungsprofils und der Radius der proximalen isokinetischen Schale korrelierten mit Koeffizienten von 0,22-0,71. Diskussion: Die Vermessung des transmitralen Strömungsprofils ist einfach und eine spezifische Methode zur Erkennung einer hochgradigen Mitralklappeninsuffizienz. Letztere ließ sich sicher identifizieren, wenn die Messungen oberhalb definierter Grenzwerte lagen. Die Bestimmung des Radius der proximalen isokinetischen Schalen war jedoch für die Diagnose einer hochgradigen Mitralklappeninsuffizienz sensitiver.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung