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Junge M et al.  
Eine Analyse von postmortal explantierten Herzschrittmachern und ICDs aus dem Jahr 2000

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2002; 9 (11): 490-496

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Abb. 1: Explantierte Herzschrittmacher - Hersteller Abb. 2: Explantierte Herzschrittmacher - Typen Abb. 3: Herzschrittmacher/ICD - Implantationsalter Abb. 4: Herzschrittmacher/ICD - Implantationsdauer Abb. 5: Herzschrittmacher/ICD - Implantationsdauer Abb. 6: Herzschrittmacher/ICD-Implantation - Lebenserwartung Abb. 7: Herzschrittmacher/ICD-Implantation - Lebenserwartung Zum letzten Bild



Keywords: EntsorgungExplantierungICDKardiologieNachsorgeSchrittmacher

Fragestellung: In einer Querschnittsanalyse für das Jahr 2000 wurde die Funktionstüchtigkeit von Herzschrittmachern (PM) und implantierbaren Kardiovertern/Defibrillatoren (ICD) bei Verstorbenen untersucht. Material, Methodik: Von den 15.308 Verstorbenen, die im Jahr 2000 im Hamburger Krematorium eingeäschert wurden, mußten 10.859 noch einer zweiten ärztlichen Leichenschau vor Kremierung unterzogen werden. Hierbei diagnostizierte PM/ICD-Aggregate wurden explantiert; es handelte sich um 212 PM sowie 6 ICD. Alle Geräte wurden elektrisch auf die Qualität ihrer abgegebenen Impulse hin untersucht, des weiteren fand eine telemetrische Abfrage der Schrittmacherdaten statt (197 von 218). Ergebnisse: Vorgestellt werden die statistischen Ergebnisse bezüglich Implantationsdauer (4 ± 3,2 a), Alter der Patienten bei Implantation bzw. Tod (80 ± 8,7 a bzw. 84 ± 8,6 a), Geschlechterverteilung (111 Frauen, 103 Männer von 214), Funktionszustand (39 ERI, 13 EOL, 4 erst nach Rücksetzen wieder funktionsfähig – von 214 überprüfbaren PM/ICD), Wohnort (102 eigene Wohnung, 68 Altenheim von 214) etc. und deren Korrelationen. Festgestellt wurde eine hohe Non-Compliance bezüglich der Follow-up-Termine (maximal 2859 Tage ohne Nachsorge), jedoch wurden die Schrittmacherträger im Durchschnitt älter als die Normalbevölkerung. Knapp ein Fünftel (39 von 214) der explantierten Schrittmacher hatte das Austauschkriterium erreicht, etwa 8 % Prozent (17 von 214) waren in einem äußerst kritischen Zustand bzw. funktionslos. Die neueren Geräte mit kurzer Implantationsdauer arbeiteten bis auf eine Ausnahme fehlerfrei. In Einzelfällen ließen sich aus den Daten des im Schrittmacher befindlichen Speichers die Todesumstände und Todeszeit rekonstruieren (Tod durch Magnetreversion, Tod durch kardiale Dekompensation bei PM-Batterieerschöpfung).
 
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