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Mächler H et al.  
Der Einfluß der Ausrichtung von Mitralklappenprothesen auf den linksventrikulären Fluß - eine experimentelle MR-Studie

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2007; 14 (7-8): 212-217

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Abb. 1: Linker Ventrikel Abb. 2: Aorta ascendens Abb. 3: Kippscheibenprothese Abb. 4: Endsystolischer Strömungscharakter Abb. 5: Kippscheibenprothese Abb. 6: Helixbildung Abb. 7: Doppelflügelprothese Zum letzten Bild



Keywords: Kardiologielinksventrikulärer FlussMagnetresonanzMitralklappeStudie

Einleitung: Die Bedeutung der Ausrichtung von Mitralklappenprothesen ist im Gegensatz zur Positionierung von Aortenklappenprothesen nicht bekannt. Methode: Bei fünf Schafen wurde der linksventrikuläre Blutfluß präoperativ visualisiert. Dazu wurden die zeitabhängigen dreidimensionalen Blutflüsse und Geschwindigkeiten in einem 1,5 T-MR-Scanner (Magnetom Sonata, Siemens) als farbkodierte Vektoren dargestellt. Bei elf Tieren wurden entweder Medtronic-Hall-Kippscheibenprothesen oder Edwards-Mira-Doppelflügelprothesen sowohl anatomisch als auch antianatomisch unter Erhaltung des subvalvulären Klappenapparates implantiert. Ergebnisse: Die präoperativen linksventrikulären Strömungsprofile zeigten vernachlässigbare individuelle Varianzen. Die Strömungen zeigten ohne räumliche Unterschiede homogene Flußgeschwindigkeiten. Im Fall der anatomischen Ausrichtung der Kippscheibenprothese strömte das Blut hauptsächlich durch die größere Öffnung, wobei die artifizielle Scheibe das native anteriore Segel imitierte, die apikale Helixbildung war der präoperativen ähnlich. Eine antianatomische Ausrichtung ließ das Blut mit hohen Geschwindigkeiten direkt auf das Septum prallen, im weiteren Verlauf kam es dadurch bis über die Aortenklappenebene zu einem unphysiologischen Flußmuster. Im Fall der anatomischen oder der antianatomischen Ausrichtung der Doppelflügelprothese kam deren intraventrikuläres Flußverhalten dem präoperativen Status deutlich näher als das einer um 45 Grad gegen den Uhrzeigersinn gedrehten Prothese. Schlußfolgerungen: Um im Fall eines Mitralklappenersatzes optimierte hämodynamische Verhältnisse zu erzielen, muß die Ausrichtung von artifiziellen Klappensubstituten im Mitralklappenring wohlüberlegt sein. Die Zukunft wird klären, ob eine optimal ausgerichtete Kippscheibenprothese oder eine Doppelflügelprothese dem physiologischen Flußprofil näher kommt und ob suboptimal ausgerichtete Mitralprothesen ein zusätzlicher Risikofaktor für ein vermindertes Langzeitergebnis sind.
 
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