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Abbildungen und Graphiken
Baron R et al.  
Krankheitsmechanismen neuropathischer Schmerzen: ein Ausblick

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2006; 7 (2): 9-15

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Abbildung
 
Nervenläsion - Primär afferente Neurone
Abbildung 1a: Schematische Darstellung peripherer Veränderungen an primär afferenten Neuronen nach einer partiellen Nervenläsion, die zu einer peripheren Sensibilisierung führen. Die beiden oberen und das untere Axon sind verletzt und degeneriert, die beiden mittleren Axone sind unverletzt und haben noch Verbindungen zu den peripheren Endorganen (z. B. der Haut). Durch die Nervenläsion kommt es zu einer Expression von Na-Kanälen auf den geschädigten Fasern. Zusätzlich werden Faktoren, wie der "nerve growth factor" (Nervenwachstumsfaktor), der bei der Wallerschen Degeneration eine Rolle spielt, in der Umgebung der geschädigten Fasern (Pfeil) freigesetzt und führen so zu einer weiteren Expression von Kanälen und Rezeptoren (z. B. Na-Kanal, TRPV1-Rezeptor; Adrenorezeptoren) auf primär unverletzten Fasern.


Keywords: NervenläsionNeurologieNeuronSchema
 
 
Hinterhornneuron - Impuls
Abbildung 1b: Die pathologische Ruheaktivität in afferenten C-Nozizeptoren führt zu einer zentralen Sensibilisierung sekundär afferenter Hinterhornneurone, die dadurch übersensibel reagieren (Stern im orangenen Neuron). Dadurch können durch Impulse aus niederschwelligen Aβ-Berührungsafferenzen (blaues Neuron, ausgelöst durch leichte Berührung oder punktuelle Stimuli) zentrale nozizeptive Neurone aktiviert werden und so zu einer Schmerzsensation (mechanisch-dynamische oder -punktate Allodynie) führen. Mehrere prä- (Opioidrezeptoren; Ca-Kanäle) und postsynaptische (Glutamat-, NA/5-HT-, GABA-Rezeptoren, Na-Kanäle) molekularen Strukturen sind an der zentralen Sensibilisierung beteiligt. Inhibitorische Interneurone und absteigende, modulierende Kontrollsysteme (grünes Neuron) sind nach einer partiellen Nervenschädigung in ihrer Funktion gestört und führen durch eine Enthemmung oder eine Förderung der Neurone im Hinterhorn zur weiteren zentralen Sensibilisierung.


Keywords: NeurologieNeuronRezeptorSchemaSchmerz
 
 
Hinterhorn des Rückenmarks
Abbildung 1c: Schematische Darstellung der primär afferenten Fasern und ihrer Verbindungen zum Hinterhorn des Rückenmarks. Die schmerzleitenden C-Fasern (rot) enden an Neuronen (orange) in den äußeren Laminae, werden dort umgeschaltet und projizieren weiter im Tractus spinothalamicus. Nichtnozizeptive myelinisierte A-Fasern projizieren in weiter innen gelegene Laminae. Das zweite Neuron ist ein sog. "wide dynamic range neuron" (WDR), d. h. es erhält direkten synaptischen Input von nozizeptiven Fasern, aber auch vielfachen synaptischen Input von myelinisierten A-Fasern (nichtschmerzhafte Informationen; blaue Neurone). Dabei üben GABAerge Interneurone (grüne Neurone) physiologischerweise einen hemmenden Einfluß auf die WDR-Neurone aus. Zusätzlich werden die WDR-Neurone durch absteigende Bahnen (hellgrüne Endigungen) beeinflußt (modifiziert nach [52]).


Keywords: NeurologieNeuronRückenmarkSchema
 
 
 
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