| Thomae W et al. |
Präzise Chirurgie an der Lendenwirbelsäule: die Rolle der spinalen Endoskopie bei chronisch degenerativen Prozessen // Precise surgery in lumbar spine – spinal endoscopy in chronic degenerative diseases
Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2025; 26 (4): 93-99
Volltext (PDF) Summary Abbildungen
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Kambin-Dreieck
Abbildung 1: Kambin-Dreieck und Kambin-Korridor: Das Kambin-Dreieck weist die Form eines rechtwinkeligen Dreiecks auf und wird durch die austretende Nervenwurzel (Hypotenuse), den Duralsack, den Processus articularis superior des Facettengelenkes und die Grundplatte (Basis) begrenzt. Der Kambin-Korridor stellt einen prismaförmigen, dreidimensionalen Arbeitskorridor zur Intervention am Kambin-Dreieck dar, über den Strukturen oberhalb und unterhalb des Bandscheibenraumes erreicht werden können.
Keywords: Kambin-Dreieck,
Kambin-Korridor,
Schema,
Wirbelsäulenchirurgie
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Endoskop
Abbildung 2: Spinales Endoskop mit angulierter Optik und Funktionskanälen: distale Ansicht eines vollendoskopischen Systems für lumbale Wirbelsäuleneingriffe (VERTEBRIS stenosis®, RIWOspine GmbH, 75438 Knittlingen, Germany). Zu erkennen ist die angulierte Optik mit einem Blickwinkel von 20°, die eine erweiterte Visualisierung des Operationsfeldes ermöglicht. Der Sichtkegel ist dadurch weiter als der Innendurchmesser der Führungshülse und bietet übersichtliche Operationsbedingungen. In der Mitte der Endoskopspitze befinden sich 2 paarig angeordnete Spülausgänge, die der kontinuierlichen Irrigation und Aufrechterhaltung des hydrostatischen Druckes im Operationsfeld dienen. Zentral gelegen ist der Arbeitskanal, durch den Fasszangen, Koagulationssonden und Fräsen eingebracht werden. Diese Konstruktion ermöglicht eine koaxiale Führung von Optik und Instrumenten über einen einzigen Zugangskanal („uniportaler Zugang“), wodurch das umliegende Gewebe maximal geschont wird.
Keywords: Endoskop,
Wirbelsäulenchirurgie
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3D-Modell
Abbildung 3: Darstellung des transforaminären endoskopischen Zugangs zur Lendenwirbelsäule am 3D Modell. Links: Posteriorer Blick mit Darstellung des endoskopischen Zugangs zum Segment L4/5 rechts. Das Endoskop wird unterhalb der austretenden Nervenwurzel L4 positioniert. Rechts: Seitlicher Blick auf dasselbe Modell mit Darstellung des Neuroforamens. Die Endoskopspitze wird im Zentrum des Kambin-Dreiecks positioniert und stellt die Beziehung der anatomischen Landmarken wie austretende Nervenwurzel, Duralsack, Facettengelenk und Grundplatte dar.
Keywords: 3D-Modell,
endoskopische Wirbelsäulenchirurgie,
interlaminär,
Lendenwirbelsäule,
transforaminär,
transforaminärer Zugang,
Wirbelsäulenchirurgie
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3D-Modell
Abbildung 4: Darstellung des interlaminären endoskopischen Zugangs im Segment L4/5 rechts am 3D-Modell. Links: Dorsaler Blick auf die Lendenwirbelsäule mit Positionierung des Endoskops lateral des Duralsackes. Rechts: Dorsolateraler Blick auf die Lendenwirbelsäule mit intraspinaler Endoskoppositionierung.
Keywords: 3D-Modell,
endoskopische Wirbelsäulenchirurgie,
interlaminärer Zugang,
Lendenwirbelsäule
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Zugangstrajektorie
Abbildung 5: Endoskopische Zugangstrajektorien der Lendenwirbelsäule: Die Abbildung illustriert die interlaminäre (blauer Pfeil) und transforaminäre (grauer Pfeil) endoskopische Zugangstrajektorie am Beispiel eines axialen T2-gewichteten MRI-Bildes der Lendenwirbelsäule. Der blaue Pfeil stellt den Zugang über das Interlaminärfenster dar, über welches ipsilateraler/kontralateraler Rezessus und zentraler Spinalkanal dekomprimiert werden können. Der graue Pfeil zeigt die transforaminäre Route zu extraforaminären, intraforaminären und intraspinalen Pathologien auf. Das chirurgische Risiko des interlaminären Zugangs der Brustwirbelsäule erhöht sich aufgrund der Lage des Rückenmarks deutlich, was die Anwendung im Bereich der Brustwirbelsäule limitiert.
Keywords: Endoskopische Zugangstrajektorien,
interlaminär,
Lendenwirbelsäule,
transforaminär,
Wirbelsäulenchirurgie
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Benefit-Zone
Abbildung 6: Benefit-Zone der endoskopischen Wirbelsäulenchirurgie: qualitativer Index, der den Zusammenhang zwischen chirurgischer Invasivität und prozeduraler Komplexität darstellt. Die Linien (blau und rot) weisen einen Anstieg der Komplikationsrate bei Erhöhung des Komplexitätsgrades auf. Die blaue Ellipse mit der Bezeichnung „Endoskopische Benefit-Zone“ kennzeichnet die theoretische Vorteilhaftigkeit endoskopischer Eingriffe hinsichtlich der Komplikationsrate gegenüber traditioneller, offener Wirbelsäulenchirurgie, gemäß aktueller Literatur. Insbesondere niedrig- bis mittelgradig komplexe endoskopische Verfahren wie Diskektomie, Laminektomie und Dekompression bei lumbaler Spinalkanalstenose zeichnen sich durch ein günstigeres Risikoprofil aus. Bei höhergradig komplexen endoskopischen Techniken erhöht sich das Komplikationsrisiko und nähert sich dem Risiko offener Verfahren an. (mod. nach [13])
Keywords: endoskopische Benefit-Zone,
Grafik,
Wirbelsäulenchirurgie
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Diskektomie
Abbildung 7: Operationssitus bei endoskopischer Diskektomie: Die Abbildung zeigt drei chronologische Aufnahmen einer interlaminären endoskopischen Diskektomie im Segment L5/S1 rechts. Bild A (vor der Sequestrektomie): Es sind die ausgespannte Nervenwurzel S1 und der Duralsack mit epiduralem Fettgewebe zu sehen. Bild B (Sequestrektomie): Sequesteranteil im Arbeitskanal. Bild C (nach der Sequestrektomie): Darstellung des dekomprimierten Duralsacks und der pulsierenden Nervenwurzel S1 rechts nach vollständiger Sequestrektomie. Die Bandscheibenloge wird visualisiert.
Keywords: Duralsack,
endoskopische Diskektomie,
Sequestrektomie
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