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Hilger E, Kasper S  
Kognitive Symptomatik bei schizophrener Erkrankung: Diagnostik und Pharmakotherapie

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2002; 3 (4): 17-22

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Abb. 1: Span-of-Apprehension-Test Abb. 2: Stroop-Test Abb. 3: Trail-Making-Test Abb. 4: Wisconsin-Card-Sorting-Test



Keywords: atypische AntipsychotikaNeurokognitionneuropsychologische TestsPsychiatrieSchizophrenie

Seit der Ära Kraepelins gelten neurokognitive Defizite als Kernsymptome schizophrener Erkrankungen. Kognitive Beeinträchtigungen bei schizophrenen Patienten betreffen in besonderem Maße die Teilfunktionen Aufmerksamkeit und verbales Gedächtnis sowie das Gebiet der Exekutivfunktionen. Atypische Neuroleptika, wie Clozapin, Risperidon, Olanzapin, Quetiapin, Ziprasidon, Zotepin oder Amisulprid, zeichnen sich durch eine im Vergleich zu herkömmlichen Substanzen deutlich vorteilhaftere Beeinflussung kognitiver Funktionen aus. Die in Relation zur D2-Rezeptoraffinität vergleichsweise hohe Affinität zu 5-HT-2A-Rezeptoren sowie das teils geringe sedierende und/oder anticholinerge Potential der meisten dieser Substanzen dürften für den günstigen Effekt auf kognitive Funktionen verantwortlich sein. Aufgrund der vielfach belegten Bedeutung des neurokognitiven Funktionsniveaus für Langzeitverlauf und Prognose schizophrener Erkrankungen sollte die Erfassung allfälliger kognitiver Defizite in der klinischen Praxis nicht vernachlässigt werden. Es werden einige im klinischen Alltag anwendbare neuropsychologische Verfahren vorgestellt. Darüber hinaus werden die aktuellen Forschungsbefunde zur pharmakotherapeutischen Beeinflußbarkeit kognitiver Defizite beim schizophrenen Patienten zusammengefaßt.
 
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