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Abbildungen und Graphiken
Hosmann A et al.  
Die zerebrale Mikrodialyse – der Blick hinter die Blut-Hirn-Schranke direkt am neurochirurgischen Intensivbett bei Patienten nach aneurysmatischer Subarachnoidalblutung // Cerebral microdialysis

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2022; 23 (1): 10-15

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Abbildung
 
Sondenimplantation
Abbildung 1A-D: Sondenimplantation: Bei sediert-beatmeten Patienten nach schwerer Subarachnoidalblutung ist zur frühzeitigen Detektion von Sekundärischämien ein invasives multimodales Neuromonitoring indiziert (1A). Die Sonden können nach Anlage einer Bohrlochtrepanation direkt an der neurochirurgischen Intensivstation über ein Bolt-System in das Hirnparenchym implantiert werden (1B). Alternativ können die Katheter während eines neurochirurgischen Eingriffs im Operationssaal unter Sicht platziert (1C) und anschließend subkutan tunneliert werden (1D).


Keywords: FotoNeurochirurgieOP-SitusSondenimplantationSubarachnoidalblutungzerebrale Mikrodialyse
 
 
Zerebrale Ischämie
Abbildung 2: Zerebrale Ischämie: Bei einem Patienten mit ausgedehnter aneurysmatischer Subarachnoidalblutung kam es nach 9 Tagen zu einem schweren therapierefraktären zerebralen Vasospasmus mit Multiinfarktgeschehen. Mit der zerebralen Mikrodialyse sieht man die typischen metabolischen Veränderungen im Rahmen der Ischämie: Es zeigt sich initial ein starker Glukose- als auch Pyruvat-Abfall mit anschließend steigendem Laktat und Anstieg des Laktat-Pyruvat-Quotienten. Durch den Zusammenbruch des zellulären Energiehaushalts kommt es zu einer massiven Ausschüttung von Glutamat und Zellzerfall mit Freisetzung von Glycerol aus den Phospholipidmembranen als Zeichen einer manifesten Ischämie.


Keywords: Diagrammmetabolische VeränderungNeurochirurgieSubarachnoidalblutungzerebrale Ischämiezerebrale Mikrodialyse
 
 
Therapeutische Interventionen
Abbildung 3A-B: Therapeutische Interventionen: Die zerebrale Mikrodialyse monitiert den direkten Effekt von therapeutischen Interventionen auf den zellulären Metabolismus. So können etablierte Therapien, wie die orale Gabe von Nimodipin, einen signifikanten Blutdruckabfall induzieren, welcher bei fehlender Autoregulation nach einer Subarachnoidalblutung zu einer zerebralen Minderperfusion und metabolischen Krise führen kann (3A). Im Gegensatz dazu kann eine medikamentös induzierte arterielle Hypertension zu einer Erhöhung des zerebralen Perfusionsdruck und zu einer Verbesserung des zerebralen Metabolismus führen (3B).


Keywords: DiagrammNeurochirurgietherapeutische Interventionzerebrale Mikrodialysezerebraler Metabolismus
 
 
Intra-arterielle Spasmolyse
Abbildung 4A-C: Intra-arterielle Spasmolyse: Bei Patienten mit schwerem zerebralem Vasospasmus nach Subarachnoidalblutung (4A) steht die endovaskuläre super-selektive intra-arterielle Spasmolyse als Last-line-Therapie zur Verfügung. Auch wenn ihre Anwendung stark umstritten ist, kann sie in gut selektionierten Fällen nicht nur zu einer deutlichen angiographischen Vasodilatation (4B), sondern auch zu einer langfristigen Verbesserung der zerebralen Oxygenierung und des zerebralen Metabolismus führen (4C).


Keywords: AngiographieDiagrammintra-arterielle SpasmolyseNeurochirurgiezerebrale Mikrodialyse
 
 
Zerebrale Pharmakokinetik
Abbildung 5: Zerebrale Pharmakokinetik von Meropenem: Mittels Mikrodialyse lässt sich die ungebunde interstitielle und somit pharmakologisch aktive Konzentration von Arzneimitteln direkt hinter der Blut-Hirn-Schranke bestimmen. Die Graphik zeigt die Pharmakokinetik von Meropenem im Plasma, Liquor und Hirnparenchym (Mikrodialysat) in einer Patientin nach Verabreichung von 2000 mg Meropenem iv. unter steady-state-Bedingungen. Anhand der Kurvenverläufe ist klar ersichtlich, dass die Konzentrationen von Meropenem in diesen drei Kompartments stark divergieren.


Keywords: DiagrammHirnparenchymLiquorMeropenemNeurochirurgieplasmazerebrale Mikrodialysezerebrale Pharmakokinetik
 
 
 
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