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Fallbeschreibung
Gruber A et al.  
Multimodale Therapie zerebraler Aneurysmen. Klinische, technische und angiographische Kriterien in der Entscheidungsfindung

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2007; 8 (3): 16-26

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Abb. 1: Zerebrale Aneurysmen Abb. 2a-b: Aneurysmaverschluß Abb. 3a-d: Mikrochirurgische Klippung Abb. 4a-d: Coil-Embolisation Abb. 5a-c: Clip nach Coil Abb. 6a-f: Coil nach Clip Abb. 7a-d: Chirurgie - Endovaskuläres Verfahren Zum letzten Bild
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Keywords: Coil-EmbolisationGefäßverschlussMikrochirurgieNeurochirurgie

Zur Behandlung zerebraler Aneurysmen stehen mehrere therapeutische Optionen zur Verfügung. Rekonstruktive Therapieverfahren ermöglichen den Verschluß eines Aneurysmas unter Erhalt des aneurysmatragenden Gefäßes und die anatomisch korrekte Rekonstruktion des Gefäßes in Niveau des Aneurysmahalses. Der Aneurysmaverschluß kann dabei durch mikrochirurgische Clippung oder durch endosakkuläre Coil-Embolisation erfolgen. Die Coils können im Fall anatomisch geeigneter Aneurysmen ohne weitere Hilfsmittel, oder im Falle breitbasiger, geometrisch ungünstig konfigurierter Aneurysmen unter Zuhilfenahme sogenannter "Neck-bridging devices" im Aneurysma abgesetzt werden. Dekonstruktive Therapieverfahren ermöglichen einen definitiven Aneurysmaverschluß durch gleichzeitigen Verschluß des aneurysmatragenden Gefäßes. Die verschiedenen Verfahren, d. h. therapeutischer Gefäßverschluß ohne Bypass-Schutz, therapeutischer Gefäßverschluß nach vorbereitender Bypassoperation und die sogenannten "Flow modification"-Techniken, unterscheiden sich durch die verschiedenen Strategien zur Vermeidung ischämischer Parenchymschäden im arteriellen Gefäßterritorium distal des therapeutischen Gefäßverschlusses. Das durch die verschiedenen Therapieoptionen technisch Machbare muß den individuellen, klinischen und angiographischen Notwendigkeiten angepaßt werden, um einzelfallabhängig die optimale Therapiemodalität auswählen zu können. In diesem Konzept der gleichzeitigen Verfügbarkeit bzw. des Ineinandergreifens verschiedener Therapieformen dürfen die einzelnen Techniken und ihre sich in Fluß befindlichen Indikationen nicht als kompetitive, sondern müssen als komplementäre Optionen gesehen werden, welche bedarfsadaptiert auch zu kombinierten Behandlungsstrategien zusammengezogen werden können.
 
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