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Abbildungen mit Filmsequenzen
Binder T  
Evaluierung zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT) - Die echokardiographische Untersuchung

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2007; 14 (3-4): 63-70

Volltext (PDF)    Fallbeschreibung    Abbildungen mit Filmsequenzen   


Abbildung
 
EKG
Abbildung 1


Keywords: EKGKardiologie
 
 
Parasternale kurze Achse
Abbildung 2: Dilatierter linker Ventrikel mit höhergradig reduzierter Linksventrikelfunktion. Deutlich asynchroner Kontraktionsablauf mit biphasischer Septumbewegung (mit rascher frühsystolischer Einwärtsbewegung des Septums). Keine regionale Wandbewegungsstörung (spricht für dilatative CMP). Kleiner Perikarderguss hinter dem linken Ventrikel.


Keywords: EchokardiogrammKardiologieparasternale kurze Achse

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Parasternale lange Achse
Abbildung 3: Deutlich dilatierter linker Ventrikel, mit höhergradig reduzierte LVF. Die Wanddicke ist in den einsehbaren Abschnitten erhalten (keine Narbe) Dyssynchronie der Kontraktion ist erkennbar. Myopathisches Bewegungsmuster der Mitralklappe (Folge der reduzierten LVF). Kleiner Perikarderguß.


Keywords: EchokardiogrammKardiologieparasternale lange Achse

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Vierkammerblick
Abbildung 4: Deutlich dilatierter linker Ventrikel mit hochgradig reduzierter systolischer Linksventrikelfunktion. Visuell bereits ausgeprägte Dyssynchronie mit biphasischer Bewegung des Septums ("Hula Hoop"- Bewegung des Herzens). Vergrößerter linker Vorhof. Der rechte Ventrikel ist normal groß mit normaler Rechtsventrikelfunktion. Beide Mitraklappensegel sind restriktiv (durch die Dilatation des Ventrikels sind die Klappen Richtung Apex verlagert/gezogen bzw. in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt). Kleiner Perikarderguß.


Keywords: DyssynchronieEchokardiogrammKardiologieVierkammerblick

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Vierkammerblick (Farbdoppler über der Mitralklappe)
Abbildung 5: Mittel- bis höhergradige Mitralinsuffizienz mit deutlichem "Konvergenzphänomen". Als Mechanismus besteht eine Restriktion beider Segel sowie einen Ringdilatation. Diese ist vor allem im Vierkammerblick gut zu sehen .


Keywords: EchokardiogrammKardiologieMitralklappeVierkammerblick

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Mitralinsuffizienzsignal dP/dt
Abbildung 6: Mitralinsuffizienzsignal (CW-Doppler). Die dP/dt ist ein Maß für die Kontraktilität des linken Ventrikels. Eine gute Kontraktilität ist durch einen raschen Abfall der Kurve gekennzeichnet. Die Steilheit der Kurve wird hierbei zwischen 1 m/sec und 3 m/sec bestimmt. Diese entspricht jener Zeitdauer, welche benötigt wird, bis der Druckgradient zwischen linkem Ventrikel und dem linken Vorhof von 4 mmHg auf 36 mmHg ansteigt. Die dP/dt errechnet sich aus dem Zeitintervall dividiert durch 32000. Im vorliegenden Fall beträgt der Zeitintervall 67 msec. Die dP/dt ist somit mit 478 mmHg/sec deutlich erniedrigt (normal 1000 bis 2000 mmHg/sec).


Keywords: EchokardiogrammKardiologieMitralinsuffizienz
 
 
M-Mode linker Ventrikel - Septal-to-Posterior-Wall Motion Delay (SPWMD)
Abbildung 7: M-Mode durch den linken Ventrikel: Die Einwärtsbewegung des Septums (Systole) und der posterioren Wand erfolgt zu unterschiedlichen Zeitpunkten (Dyssynchronie). Der enddiastolische Diameter ist mit 83 mm deutlich erhöht. Die Verkürzungsfraktion beträgt 12 %. Die systolische Linksventrikelfunktion ist deutlich reduziert.


Keywords: EchokardiogrammKardiologieM-ModeSPWMD
 
 
Bestimmung des T1
Abbildung 8: Die T1 zeigt an, wie "spät" die posterolaterale Wand in bezug auf den Beginn des QRS-Komplexes kontrahiert. Er entspricht dem Zeitintervall zwischen Beginn des QRS-Komplexes und dem Ende der Einwärtsbewegung des posterolateralen Myokards. Ist die T1 länger als die T2 (Bestimmung mittels PW-Doppler über der Mitralklappe), liegt eine verzögerte Kontraktion der Posterolateralregion vor. (Kontraktion während der Diastole). Im vorliegenden Fall beträgt die T1 499 msec und ist kürzer als die T2, welche 549 msec beträgt (keine Kontraktion der Posterolateralregion während der Diastole).



Keywords: EchokardiogrammKardiologieposterolaterale WandT1
 
 
Bestimmung des T2
Abbildung 9: PW-Doppler des Mitralklappeneinstroms: Die Bestimmung des "T2" - Beginn des QRS-Komplexes bis zum Beginn der Diastole. Der Meßwert beträgt 549 msec und spiegelt den späten Beginn der Diastole als Folge der langen Systolendauer wieder. Ist dieser Meßwert zusätzlich langfristiger kürzer als T1, bedeutet dies, daß die Systole in der Posterolateralregion noch nicht beendet ist, obwohl zu diesem Zeitpunkt schon der diastolische Einstrom erfolgt. Dies ist ein Hinweis für eine signifikante Dyssynchronie. In vorangegangener Abbildung ist die T1 499 msec und somit kürzer als die T2 (549 msec). Somit liegt keine Kontraktion der Posterolateralregion während der Diastole vor.


Keywords: EchokardiogrammKardiologieMitralklappeneinstromT2
 
 
Aortales elektromechanisches Delay
Abbildung 10: PW-Dopplersignal des Flusses im Ausflußtrakt (LVOT) zur Bestimmung des aortalen elektromechanischen „Delays" (Beginn des QRS-Komplexes bis zum Beginn des LVOT-Flusses. Die Differenz dieses Wertes zum P-EMD ergibt auch das Interventrikuläre Mechanische Delay (IVMD). Im vorliegenden Fall beträgt die A-EMD 205 msec. Der Grenzwert von 140 msec ist somit überschritten. Es liegt eine intraventrikuläre Dyssynchronizität vor. I-EMD = 83 msec. Der Grenzwert von 40 msec ist ebenfalls überschritten. Es besteht somit auch eine interventrikuläre Dyssynchronie.



Keywords: aortaler elektromechanischer DelayEchokardiogrammKardiologie
 
 
Pulmonales elektromechanischer Delay (P-EMD)
Abbildung 11: PW-Dopplersignal des Pulmonalarterienflusses: Bestimmung des pulmonalen elektromechanischen "Delays" (Beginn des QRS-Komplexes bis zum Beginn des Pulmonalflusses). Diese Messung ist erforderlich, um das Interventrikuläre Mechanische Delay IVMD zu bestimmen. Die P-EMD beträgt 122 msec. Beachte: sehr kurze Akzelerationszeit des Pulmonalarterienflusses (70 msec). Dies spricht für eine pulmonale Hypertension.



Keywords: EchokardiogrammKardiologiepulmonaler elektromechanischer Delay
 
 
Diastolische Füllungszeit
Abbildung 12: PW-Dopplersignal des Mitraleinstoms:
Bestimmung der Diastolendauer (zwischen Beginn und Ende des Signals). Die Diastolendauer (englisch: "diastolic filling time"= DFT) beträgt 189 msec. Auf die
Zykluslänge (653msec) berechnet entspricht dies einer Diastolendauer von lediglich 29 %.



Keywords: DiastolendauerEchokardiogrammKardiologie
 
 
Bestimmung der Zykluslänge
Abbildung 13: PW-Dopplerspektrum des Mitraleinstroms: Bestimmung der Zykluslänge (z. B. Beginn der E-Welle bis zum Beginn der nächsten E-Welle). Diese Beträgt 652 msec (entspricht einer Herzfrequenz von 81/min). Dieser Meßwerte dient der Bestimmung der prozentuellen Dauer der Diastole bezogen auf den gesamten Herzzyklus.


Keywords: EchokardiogrammKardiologieZykluslänge
 
 
PW-Gewebedoppler (Septum/lateral)
Abbildung 14: PW-Gewebedoppler des Septums (li) und der lateralen Wand (re). Gemessen wird hierbei der Abstand zwischen dem QRS-Komplex und dem Beginn der Kontraktion. Das Septum (255 msec) kontrahiert später als die Lateralregion (166 msec). Die Differenz beträgt 89 msec. Als Grenzwert für die CRT gilt hier eine Differenz über 60 msec. Es liegt somit eine intraventrikuläre Dyssynchronie vor.


Keywords: EchokardiogrammGewebedopplerKardiologie
 
 
PW-Gewebedoppler (Septum/rechter Ventrikel)
Abbildung 15: PW-Gewebedoppler des Septums (li) und des rechten Ventrikels (re). Gemessen wird hierbei der Abstand zwischen dem QRS-Komplex und dem Beginn der Kontraktion. Das Septum (255 msec) kontrahiert später als der rechte Ventrikel (161 msec): somit findet sich mit einer Differenz von 94 msec ein eindeutiger Hinweis für eine interventrikuläre Dyssynchronie.


Keywords: EchokardiogrammGewebedopplerKardiologie
 
 
Gewebedoppler ("offline") basal laterale Wand und basales Septum
Abbildung 16: Gewebedoppler (Offline-Analyse) mit dem Meßpunkt im Bereich der basalen lateralen Wand (blaue Kurve) und im basalen Septum (gelbe Kurve). Eindeutig erkennbar ist die biphasische Bewegung des Septums (oberer Pfeile) und der unterschiedliche Kontraktions- und Relaxationsablauf zwischen den beiden Wandabschnitten.


Keywords: EchokardiogrammGewebedopplerKardiologie
 
 
Tissue Synchronization Imaging (TSI)
Abbildung 17: Mit Hilfe dieser Darstellungsform des Gewebedopplers wird der zeitliche Ablauf der Kontraktion farbkodiert dargestellt (Zeitpunkt von Beginn des QRS-Komplexes bis zur maximalen Kontraktion). Abschnitte welche später kontrahieren, werden je nach dem Ausmaß der zeitlichen Verzögerung gelb, orange oder rot dargestellt. Im vorliegenden Fall findet sich eine Verzögerung der septalen Regionen, welche "orange" dargestellt werden.


Keywords: EchokardiogrammKardiologieTSI

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